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Nach Erhebung der Anamnese und der klinischen Untersuchung werden Rönt-
genaufnahmen des traumatisierten Knochens in zwei Ebenen angefertigt. Daraus ergibt sich die Indikation zur Marknagelung. Die Einzelheiten der Narkose und der Operationstechnik werden mit dem Besitzer des Tieres besprochen; vor allem gehören dazu auch die Informationen über mögliche Zwischenfälle und Komplikationen. Die schriftliche Zustimmung ist auf alle Fälle - so ausführlich wie möglich - auf schriftlichem Wege zu dokumentieren.
Am günstigsten wird die Operation unter den Konditionen der Dringlichkeit am Unfalltag durchgeführt. Das hängt aber von den Bedingungen des Patienten ab; als Voraussetzungen gelten die Stabilisierung der Kreislaufbedingungen durch Überwindung des Unfallschocks sowie der Ausschluß einer Nahrungsaufnahme in den letzten sechs Stunden. Weiterhin sind die Verhältnisse im operativen Bereich zu optimieren. Bei einer Einweisung in der Nacht erscheint es unter Umständen günstiger, den Eingriff auf den nächsten Morgen zu verschieben und in das aktuelle Operationsprogramm einzubinden. Das Tier wird dann stationär in die Klinik aufgenommen und erhält Schmerzmittel, die betroffene Gliedmaße erhält gegebenfalls einen Robert Jones-Verband.
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